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Villenviertel

Pförtnerhäuschen einer Villa in der Plantagenstraße

Das unter Denkmalschutz stehende Villenviertel liegt zwischen Clementinen-, Martini- und Plantagenstraße und ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Die mehr als dreißig prunkvollen Villenbauten entstanden um 1900 in der Zeit der Industrialisierung. Wohlhabende Glauchau Bürger, zumeist Fabrikanten, bauten sich in diesem Viertel ihre Wohnsitze, die von parkähnlichen Gärten oft mit Laubengängen und Pavillons umgeben sind. Viele wurden im Stil des Historismus (Lossow'sche Villa, Clementinenstraße 8), der italienischen Renaissance (Hellmich-Villa, Friedrich-Ebert-Straße), des Jugendstils und des Klassizismus (Bößneck-Villa, Plantagenstraße) gebaut. Damals war es Mode, exotische Pflanzen zu besitzen. Die prachtvoll blühenden Magnolien aus Asien waren nahezu in jedem Villengarten zu finden. Heute existieren deshalb noch einige wunderschöne Exemplare. Die meisten Villen wurden liebevoll restauriert und erstrahlen in neuem Glanz.