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Station 5: Der Bahnhof - Anschluss ans Schienennetz

N 50° 49.674 E 012°32.859 - Bahnhof Glauchau

Ab 1836 pflegten Glauchaus Manufakturen wirtschaftliche Beziehungen mit den USA, Mexiko, Indien, China und Japan. Bis zum Bau des Bahnhofes mussten alle Waren (fertige Produkte und Rohstoffe), die gehandelt wurden, mit dem Pferdekarren zum Zielort, zum Schiff oder später zum nächsten Bahnhof nach Chemnitz oder Zwickau transportiert werden. Für Stoffballen war dies noch machbar, aber nicht für große oder viele Maschinen. Mit den zunehmenden Waren- und Rohstoffmengen der angehenden Industriebetriebe (z.B. Baumwolle aus Nordamerika für die Spinnereien und Webereien) musste eine neue Lösung gefunden werden.

1858 wurde der erste Bahnhof eröffnet und Glauchau an die Bahnstrecken Chemnitz-Zwickau und Richtung Gößnitz an die Sächsisch-Bayrische Eisenbahn angebunden. Glauchau erhielt dadurch erstmals Anschluss an das überregionale Bahnnetz und somit einen rationellen Umschlag für Rohstoffe und Fertigwaren. Das Tor zur Welt war damals nicht das Handy mit Internet, sondern der Anschluss an die Bahn.

1875 fuhr der erste Zug nach Penig, später bis nach Wittenberg. Mit dieser erstklassigen Anbindung in drei Richtungen wurde Glauchau zum Schienenverkehrsknotenpunkt. Glauchaus Produkte traten mit Güterzug und Schiff den Weg in die weite Welt an. Schon nach kurzer Zeit gehörten die Produkte der Textilindustrie und des Maschinenbaus zur Weltspitze. Mit der raschen positiven Entwicklung der Industrie stieg das Transportaufkommen und der Bahnhof genügte nicht mehr den Anforderungen. Bis 1926 baute man den heutigen Bahnhof mit neuem Empfangsgebäude, neuer Güterabfertigung, neuen Stellwerken und einer Erweiterung der Gleisanlagen.

1934 findet sich im Urwaldboten, einer brasilianischen Tageszeitung aus Blumenau, eine Annonce: „Webmeister gesucht, firm im Montieren und Arbeiten an Jacquardstühlen der Marken „Gentsch" (GC) und „Schönherr" (C) für größere Fabrik im Staate Alagoas ..." – die-se Zeitungen kamen von Brasilien bis nach Glauchau und zeigen, wie anerkannt die Fachkräfte und Fabrikate weltweit waren!

Aufgabe

Stellen Sie sich vor den Kopfbau des Bahnhofes (Ecke Rosa-Luxemburg-Str.). Schauen Sie sich um.
G = Anzahl der blauen Drahtgittersitze an der Stirnseite und der rechten Straßenseite des Standortes.
X = Anzahl der Taxi-Parkplätze (auf beiden Schildern)

Weiter geht es entlang des Bahnhofsparks in Richtung Innenstadt.